Auszeichnungen im Gepäck zurück von der conhIT

Auszeichnungen im Gepäck zurück von der conhIT

Gleich 3 Absolventen der Medizinischen Informatik erhielten eine Auszeichnung für ihre Abschlussarbeiten im Rahmen des Nachwuchspreises der Fachmesse für Gesundheits-IT conhIT. Im Rahmen des conhIT-Karrieretags prämiert eine Fachjury jedes Jahr die besten Bachelor- und Masterarbeiten aus den Bereichen Medizininformatik, E-Health, Gesundheits-IT, Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie und Healthcare Management. Alle 3 Absolventen nutzten im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten die Infrastruktur des Usability and Interaction Technology Laboratory (UniTyLab) der Hochschule Heilbronn.

Beste Bachelorarbeit

In der Kategroie beste Bachelorarbeit ging der 1. Platz an einen Absolventen der Hochschule Heilbronn: Andreas Keil erhielt für seine Arbeit mit dem Titel „Entwicklung einer mobilen Anwendung zur Verbesserung der Informationsgewinnung über (Notfall-) Patienten“ den mit 1.500 Euro dotierten Preis. Betreuer der Arbeit war Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Heß, Studiengang Medizinische Inforamtik. Im Rahmen seiner Abschlussarbeit hat Andreas Keil eine Android-Applikation erstellt, die es ermöglicht, die im Notfall relevanten Daten, wie z.B. Informationen zu Vorerkrankungen, auf einem sogenannten Nahfeldkommunikations-Tag (NFC-Tag) auszulesen. Patienten können mittels eines NFC-Tags diese Daten erfassen und den NFC-Tag in Form einer Halskette, eines Armbandes oder Schlüsselanhängers bei sich tragen. In einem Notfall können dann Ersthelfer diesen NFC-Tag mit der mobilen Anwendung auslesen.

1. und 2. Platz in der Kategorie Masterarbeit

Konstantin Kinzel erhielt für seine Master-Thesis „Einsatz von Datenbrillen zu ambulanten Wunddokumentation am Beispiel Google Glass“ den 1. Platz in der Kategorie Masterarbeit beim Nachwuchspreis der conhIT und damit 2.000 Euro.  Prof. Dr.-Ing. Gerrit Meixner, Direktor des Usability and Interaction Technology Laboratory (UniTyLab), hat seine Arbeit betreut. Er entwickelte in der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie an der Universität Heidelberg eine Anwendung, die sich mit der standardisierten Dokumentation und Darstellung eines Behandlungs- bzw. Heilungsverlaufs einer Wunde im ambulanten Bereich beschäftigt. Die Anforderungen der Entwicklungsgrundlage erarbeitete er mit zwei Heidelberger Chirurgen. Neben dem Einblick in den Krankheitsverlauf ermöglicht die Anwendung auch eine Therapie-Dokumentation mit der Datenbrille Google Glass und die Aufnahme von Fotos. Der zusätzlich während der Laufzeit generierte Wundbericht, erlaubt es dem behandelnden Arzt, den Patienten in einer verständlichen Form über Behandlung und Verlauf zu informieren.

Auch den mit 1.000 Euro dotierten 2. Platz erhielt ein Absolvent der Hochschule Heilbronn: Tommy Vinh Lam, der seine Thesis mit dem Titel „Konzeption und prototypische Implementierung einer EMG-basierten Anwendung zur passiven Unterstützung in der Handtherapie unter Verwendung der Thalmic Myo“, ebenfalls betreut von Prof. Meixner, eingereicht hatte.

Im Rahmen seiner Abschlussarbeit hat Tommy Vinh Lam in Zusammenarbeit mit zwei Physiotherapeuten der IB Medizinischen Akademie Mannheim ein Konzept für das heimbasierte Training in der Handtherapie erarbeitet. Es basiert auf der „Thalmic Myo“, einem Gestensteuerungssystem. Das Myo-Armband ist mit Bewegungssensoren und Elektroden ausgestattet, womit sich Position von Hand und Arm im Raum erfassen und Bewegungen durch elektrische Signale von Muskeln erkennen lassen. Basierend auf dieser Technologie, kann das System die Einhaltung der gemeinsam gesetzten Therapieziele kontrollieren. Abschließend untersuchte er den Prototyp gemeinsam mit 7 Physiotherapeuten hinsichtlich seiner Funktionalität und evaluierte die Akzeptanz und das Nutzererlebnis.

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